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Die Kuratoren der 10. Manifesta in St. Petersburg (RU) haben endlich die Liste der ausstellenden Künstler_innen bekanntgegeben. mehr ... |
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Das Ars Electronica Festival 2013 ist „TOTAL RECALL“ gewidmet – der totalen Erinnerung zwischen DNA-Speicherung und steigenden Erkrankungen an Demenz. Das fünftägige Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft lotet technische Möglichkeiten und Funktionen des Erinnerns aus, immer auch mit dem Hintergedanken verbunden, dass Vergessen in Zukunft möglicherweise ein Menschenrecht wird. Zu diesem Zweck steht eine hochrangige Expertenrunde auf einem Symposium Rede und Antwort und Künstler_innen haben performative Arbeiten gestaltet. Zum Featured Artist wurde HR Giger gekürt, da er in den späten 60er Jahren für seine Malerei den Begriff der „Biomechanik“ etablierte. Die Verbindung von Mensch, Natur und Technologie wird in seinen albtraumhaften Visionen zu einer Möglichkeit zukünftigen Agierens. mehr ... |
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„Imitation of Life“, ein dreiminütiger Animationsfilm im alten Stil, schließt nahtlos an die in diesem Jahr in der Wiener Secession gezeigte Arbeit „A Village by the Sea“ an. Wie schon der schwarz-weiße Musical-Film ist auch der Animationsfilm ein Produkt der 30er Jahre, die gezeigten Märchen und Fabeln lassen das Publikum in eine andere Welt, eine künstliche flüchten. Den Pavillon gestaltete Poledna völlig um, indem er den Hof temporär für einen Kinosaal schließen ließ. Die strenge Symmetrie bleibt dadurch erhalten, die „Vorräume“ sind mit vier Serien von Wasserfall-Zeichnungen Polednas gefüllt. mehr ... |
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Maria Lassnig (* 1919) und Marisa Merz (* 1931) wurden heuer mit den „Goldenen Löwen“ für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Damit ehrt Massimiliano Gioni zwei Grandes Dames der österreichischen und italienischen Nachkriegskunst, die beide erst spät in ihren Karrieren internationale Aufmerksamkeit geschenkt bekommen haben. Beide Künstlerinnen sind in der Schau „Il Palazzo Enciclopedico“ im Zentralen Pavillon in den Giardini in einem gemeinsamen Saal ausgestellt. mehr ... |
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Die zentrale Ausstellung der diesjährigen Biennale von Venedig findet unter dem Titel „Il Palazzo Enciclopedico (The Encyclopedic Palace)“ statt. Sie wurde von Massimiliano Gioni zusammengestellt und umfasst 150 Künstler aus 37 Ländern. Erstaunlich viele davon sind bereits verstorben, Autodidakten oder Outsider Artists, die nie im Kunstbetrieb Fuß gefasst haben, ihre künstlerische Tätigkeit nicht als Kunstmachen verstanden haben. mehr ... |
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Den Ausstellungsrundgang durch die „Kunst- und Wunderkammer“ beginnt im Zentralen Pavillon in den Giardini, hier befindet sich in der Kuppelhalle nach dem Eingang Carl Gustav Jungs sagenumwobenes „Rotes Buch“. Im Jahr 2009 wurde es nach Jahrzehnten von der Familie zur Veröffentlichung freigegeben und erstmals in New York ausgestellt, 2011 folgte eine Präsentation im Züricher Museum Rietberg. Schon in seiner Entstehungszeit wurde es von dem ehemaligen Freud Schüler als bahnbrechend für seine spätere Entwicklung empfunden. Insgesamt 16 Jahre hat der Schweizer Psychoanalytiker vom Dezember 1913 bis 1929 an dem Text in gotischer Schrift und den fast an mittelalterliche Miniaturen erinnernden Bildern auf Pergament gearbeitet. Das „Rote Buch“ ist als Meditation und Selbstanalyse, als eine Umsetzung der eigenen Seelenwelt, des Unbewussten, der inneren Vorstellungen und Visionen in symbolreiche, naiv gestaltete und dennoch dichte Bilder entstanden. mehr ... |
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Links neben dem Eingang befinden sich die 387 Architekturmodelle des österreichischen Postbeamten Peter Fritz (1916-2008) aus den 50er und 60er Jahren, die von Oliver Croy und Oliver Elser (* 1970/* 1972) im Wien Museum entdeckt worden sind. Diese Typologie des Hausbaues der frühen Nachkriegszeit wird an den Wänden von der Serie „Himmelsfarben“ (1969, 1976) von KP Brehmer (1938-1997) sowie utopische Architekturzeichnungen des Amerikaners Achilles G. Rizzoli (1896-1981) gerahmt. Während Brehmer in Diagrammen stündlich die Himmelsfarbe dokumentierte, widmete sich Rizzoli seine gesamte Freizeit dem Zeichnen von phantastischen Türmen, Kathedralen und Palästen. Eine riesige Collage des afroamerikanischen Künstlers Jack Whitten (* 1939) ergänzt den Raum. Mit „9-11-01“ gestaltete Whitten im Jahr 2006 ein Gedächtnis für 9/11, den Terroranschlag auf das World Trade Center, das er von seinem Atelierfenster aus mitverfolgen konnte. mehr ... |
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Im Zentralen Pavillon findet sich noch eine Reihe von weiteren Positionen, die weder innerhalb des Kunstzirkels geschaffen wurden noch für diesen bestimmt waren: Anonyme tantrische Malereien treffen auf Zeichnungen aus der ethnologischen Sammlung des Wiener Fotografen und Volkskundlers Hugo A. Bernatzik (1897-1953) und Shaker Gift Drawings aus den USA (19.Jahrhundert). Morton Bartlett (1909-1992) hyperrealistische Puppen entstanden genauso im Geheimen wie die Fotografien von Morton Bartlett und Kohei Yoshiyuki (* 1946), während Nikolay Bakharev (* 1946) seine russischen Landsleute am Strand fotografierte. Die Tarotkarten-Entwürfe von Frieda Harris (1877-1962) für Aleister Crowley (1875-1947) verweisen auf private Mythologien und Götterhimmel, während Guo Fengyi (1942-2010) sich als Medium verstand. Anna Zemánková (1908-1986) arbeitete nur für sich selbst, ließ Blumen erblühen und bekämpfte ihre Depression. mehr ... |
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Der unterhaltsamste Raum im Zentralen Pavillon ist jener von Dorothea Tanning (1910-2012) sowie Peter Fischli und David Weiss (* 1952/1946-2012), die in der Ton-Figuren-Serie „Plötzlich diese Übersicht/Suddenly This Overview“ (1981-2012) einen humorvollen Blick auf die Welt geben: Dorothea Tanning zeigt sich in einem „Selbstporträt“ (1944) als kleine Figur vor der gigantischen Bergkulisse von Arizona, wohin sie gemeinsam mit Max Ernst ein Jahr zuvor, aus New York kommend, übersiedelt war. Tanning hat in ihrer Position durchaus einen gewissen Überblick, wenn auch der Eindruck vorherrscht, sie wäre durch die Natur mehr eingeschüchtert und nicht, als würde sie sie beherrschen. mehr ... |
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Zu den Erbauern von imaginierten Welten und organisierten Bibliotheken gehören Gianfranco Baruchello (* 1924) mit „La Grande Biblioteca“ (1976/86) im selben Raum mit Christiana Soulou (* 1961), die nach den Bestiarien von Jorge Louis Borges arbeitet, weiter der kolumbianische Zeichner José Antonio Suárez Londono (* 1955), der Imaginationen in Bilder umsetz. Zwei für die Biennale geschaffene Installationen sind besonders beeindruckend: Cathy Wilkes` (* 1966) „Untiteled“ (2013) und „Asylum“ (2013) von Eva Kotátková (* 1982). mehr ... |
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Viel Figuration - wenig Abstraktion - wobei die figurative Malerei zwischen Hyperrealismus und sensitiver Phantastik changieren. mehr ... |
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Unheimliche Räume und auratische Verheißungen? mehr ... |
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Was bedeutet es, etwas zu wissen, es aber nicht körperlich wahrnehmen zu können? Spielt das Wissen dann überhaupt eine Rolle? Eigentlich sind diese beiden Fragen im Begleitbuch darauf gemünzt, dass es den meisten Besucher_innen der dOCUMENTA (13) nicht möglich sein wird, die Ausstellungen in Kabul oder in Alexandria zu besuchen bzw. an der Klausur der Kuratorin mit einigen Künstlern in Baff teilzunehmen. Man könnte sie aber auch zwei Werken auf der dOCUMENTA als Motto mitgeben. Dementsprechend zwei Arbeiten zum Schluss, die zu den besten der diesjährigen dOCUMENTA gezählt werden können: William Kentridge`s neueste Filmarbeit und Janet Cardiffs & George Bures Millers Videowalk durch den Hauptbahnhof. mehr ... |
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Bereits zur Eröffnung der dOCUMENTA (13) brachte CCB Tiere ins Spiel, forderte das Wahlrecht für Erdbeeren und plante auch einen Spielplatz für Hunde in die Ausstellung ein. Dass das Tier, die Beschwörung von Geistern und Natur im Allgemeinen einen hohen Stellenwert für die Auswahl hatte, konnte bereits in Teil 10 unter dem Stichwort „Ökologie“ gezeigt werden. Drei Künstler_innen – Fiona Hall, Apichatpong Weerasethakul und Issa Samb – gehen darüber noch hinaus und inszenieren eigentümliche Orte einer urtümlich kultischen Verbindung vom Menschen und seiner Umwelt. mehr ... |
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CCB ließ bereits vor Eröffnung der dOCUMENTA (13) damit aufhorchen, dass sie der Umwelt einen großen Stellenwert einräumte. So manche Arbeit auf der von ihr kuratierten Großausstellung beschäftigt sich auch mit Fragen des Umweltschutzes, des biologischen Anbaus, der Artenvielfalt, dem Umgangs mit Ausrangiertem oder der Aktivierung von Un-Orten. mehr ... |
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Dass aktuelle Malerei sich nicht mehr nur mit den Materialien Farbe und Leinwand begnügt, zeigt CCB in der dOCUMENTA-Halle. Im Zentrum dieser Präsentation stehen Zeichnungen und Gemälde von Gustav Metzger, der durch seine Abwendung vom „Tafelbild“ Ende der 50er zu einer „Gründerfigur“ aktueller Tendenzen wurde. mehr ... |
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Als einziger Österreicher vertritt der Quantenphysiker Anton Zeilinger (* 1945) die Alpenrepublik mit Versuchsanordnungen zur „Teleportation“ einzelner Photonen. Grund für die Einladung an den Naturwissenschaftler dürfte sein, dass seine Überlegungen und Experimente zu Lichtteilchen die zukünftige Definition, was Realität sein könnte, beeinflussen werden. mehr ... |
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Bereits am Beginn der dOCUMENTA (13) wird einem der Hauptvertreter der italienischen Pittura Metafisica, Giorgio Morandi (1890-1964), Tribut gezollt. Seine Überzeugung, dass nichts abstrakter sei als die Wirklichkeit, führte zu einer Reduktion, die bereits eine Grundlage für Minimalismus und konzeptuelle Malerei darstellt. mehr ... |
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Da der Lebenslauf von CCB u.a. die Leitung der 16. Biennale von Sydney aufzählt, verwundert wenig, dass australische Künstler_innen neben asiatischen auf der dOCUMENTA (13) eine besondere Rolle spielen. Warlimpirrnga Tjapaltarri (* 1958) und Doreen Reid Nakamarra (1950-2009) stehen für eine moderne Interpretation der Aborigines-Kunst, Margaret Preston (1875-1963) für die erstmalige Anerkennung der Aborigines-Kunst als solche und Gordon Bennett (* 1955) zitiert postmodern sowohl die Aborigines als auch Preston. mehr ... |
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Zu den ersten wichtigen künstlerischen Beschäftigungen eines westlichen Künstlers mit Afghanistan im 20. Jahrhundert dürfte die 1971 gewebte „Mappa“ von Alighiero e Boetti (1940-1994) gehören. „Mappa“ (ital. für Landkarte) ist ein in Afghanistan von Frauen in traditioneller Handwerkskunst gefertigter Wandteppich, der auf einer aufgeklappten Weltkarte die nationalen Territorien mit deren jeweiligen Flaggen gefüllt zeigt. Der Ostblock erscheint in der Darstellung der Welt von 1971 als riesige, einheitlich rot gefärbte Fläche. Diese „Mappa“ hätte, wie der Schriftverkehr zwischen Boetti und dem Kurator Harald Szeemann belegt, bereits auf der documenta 5 (1971) präsentiert werden sollen und ist im Katalog abgebildet worden. mehr ... |
Immer wieder finden sich am gesamten Ausstellungsgelände der dOCUMENTA (13) Arbeiten, die an historischen Ereignissen andocken. So geht Sanja Iveković (* 1949) für ihre Installation „The Disobedient (The Revolutionaries)“ von einer gefundenen Fotografie aus der NS-Zeit aus. Darauf ist ein Esel hinter einem Stacheldrahtzaun zu erkennen, ein SS-Offizier und eine große Menschenmenge. mehr ... |
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Der Mensch als „zoon politicon“, als politisches Wesen, kann nicht unpolitisch sein. CCB interessieren, scheint es, außergewöhnlich offensichtlich politisch motivierte Kunstwerke. So findet sich unter den beiden letzten Eichenbäumen vor dem Fridericianum eine Occupy-Zeltstadt. Im Fridericianum hängt einer Serie von Zeichnungen, die einfach „nur“ Äpfel – meist zwei Stück – vor neutralem Hintergrund zeigen. Korbinian Aigner (1885-1966), Pfarrer im Widerstand, züchtete ausgerechnet im KZ vier neu Apfelsorten, von denen eine heute noch im Handel ist und ausnehmend gut schmeckt. mehr ... |
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Die Rotunde des Fridericianums ist als Assoziationsraum eingerichtet, der in nuce bereits die Interessensgebiete von CCB thematisiert - oder wie Lawrence Weiner (* 1942) es in einer Textarbeit an der Glaswand formulierte: „THE MIDDLE OF – THE MIDDLE OF – THE MIDDLE OF“ als ein konzentrisches Kreisen um, ein Nachdenken über, das keinen Abschluss finden wird. Nachdem man von Ryan Genders (* 1976) permanenten „Brise“, einem kühlenden Windhauch, durch das Erdgeschoss getragen wurde, schließt eben jene Glaswand den halbrunden Bereich im hinteren Gebäudeteil ab. mehr ... |
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CCB, alias Carolyn Christov-Bakargiev, versteht es Ausstellungseröffnungen zu inszenieren. Beginnend mit der absoluten Geheimhaltung der Künstler_innen-Liste bis zum Eklat über die „Gegenveranstaltung“ der Katholischen Kirche, dem Wahlrecht für Erdbeeren und dem „Kunstplatz“ für Hunde, sind Aussagen der amerikanischen Hauptkuratorin der dOCUMENTA (13) bereits vor Eröffnung der wichtigsten Weltkunstausstellung des Jahres heftig diskutiert worden. Nichtsdestotrotz hat sich die Kunstszene danach bald wieder beruhigt, und sogar Stephan Balkenhols Männerfigur auf goldener Kugel durfte am Kirchturm bleiben. Die dOCUMENTA (13) in 12 Kapiteln nacherzählt… mehr ... |
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Die Fotokünstlerin Eva Schlegel hat als Kuratorin des Österreich-Beitrags für die 54. Biennale von Venedig Markus Schinwald (* 1973) gewählt, der den Eingang des Pavillons nahezu verschloss und das Innere mit einem schwebenden, weißen Labyrinth füllte. Der white cube Hoffmanns wird so zu einer doppelten Bühne – für die Arbeiten Schinwalds wie für die Betrachter. mehr ... |
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Franz West, Erwin Wurm und Gelatin/Gelitin sind ebenfalls auf der 54. Biennale vertreten. West erhielt den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Wurm ist mit dem gestauchten Haus bei Glass stress zu sehen. Ja, und Gelatin/Gelitin produzieren im hinteren Teil des Arsenale-Geländes Glas in einer Form von Happening. mehr ... |
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Für die 54. Biennale wählte Kuratorin Bice Curiger den Titel “ILLUMInazioni” – ein Wortspiel aus “illuminazione” und “nazioni”. Es geht der Schweizerin darum, die Biennale, deren primäre Funktion die „Erhellung“ internationaler Kunstentwicklung sei, also diese Mutter aller Biennalen in Venedig mit ihren Nationenpavillons innerhalb eines weltumspannenden Kunstnetzes zu verstehen mehr ... |
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Neun teilnehmende Häuser widmen sich unter dem Titel „kunstgegenwärtig“ der eigenen, jüngeren Kunst-Vergangenheit von Düsseldorf. Die sog. Düsseldorfer Malerschule hatte im 19. Jahrhundert bereits internationaler Bedeutung*, woran vor allem 1961 durch die Berufung von Joseph Beuys (1921–1986), 1976 durch die Erweiterung des Lehrbetriebs durch den Fotografen Bernd Becher (1934–2007) und 1979 mit der Bestellung von Nam June Paik (1932–2006) wieder angeschlossen werden konnte. Alle Künstlerpersönlichkeiten haben durch ihren erweiterten Kunstbegriff, ihre konzeptuellen Arbeiten, ihre internationale Vernetzung und nicht zuletzt aufgrund ihrer Lehrtätigkeit Generationen von Künstlern geprägt. Der Kunst der 60er, 70er und 80er Jahre sind daher auch Einzel- und Gruppenausstellungen gewidmet, die die Frage nach der Wirkung dieser Ansätze bis heute hinterfragen. mehr ... |



























