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NEWS
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Alberto Giacometti – ein Suchender, ein Getriebener, ein Workaholic, ein Jahrhundertkünstler. Das Leopold Museum schätzt sich glücklich, einige der bekanntesten Skulpturen und Plastiken, ergänzt durch Gemälde, Zeichnungen und Lithografien des Künstlers in Wien vorzustellen. Ausgehend vom Spätwerk Giacomettis wird ein Blick auf dessen künstlerische Entwicklung geworfen. Werke von Freunden und Kollegen, wie Miró und Masson, Balthus und Bacon, Picasso und Pollock, ergänzen den chronologischen Rundgang durch Giacomettis Leben und Werk. Der letzte Abschnitt ist dem berühmten Atelier des Bildhauers in der Rue Hippolyte-Maindron gewidmet, das noch zu Lebezeiten des Künstlers Anziehungspunkt von Fotografen war. Hierin lebte und arbeitete der Bildhauer seit 1926 auf 18 m². Unzählige Fotografien dokumentieren den Raum in seiner Enge, seinem Chaos, seinem höhlenartigen Charakter, aber gefüllt mit all den Plastiken und Skulpturen des Künstlers. mehr ... |
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Gemeinsam erarbeiteten das Kunstmuseum Wolfsburg (D) und das Salzburger Museum der Moderne (A) eine Ausstellung über den Bildhauer und Maler Alberto Giacometti (1901–1966), in der das Thema „Raum“ eine zentrale Stellung einnimmt. Wie Markus Brüderlin in der Einführung des Katalogs betont, sei es nötig, das „Raumproblem“ als neue inhaltliche Dimension zu entwickeln und dies über spezielle Ausstellungsarchitektur zu vermitteln. Die Ausstellung wird vom 26. März bis zum 3. Juli 2011 in Salzburg zu sehen sein. mehr ... |
Die Kölner Künstlerin Cosima von Bonin ist den Wiener_innen durch ihre temporäre Installation am Graben aus dem Jahr 2010 bereits bekannt. Jetzt erhält sie ihre erste europäische Retrospektive im mumok. Mit dem „Tagedieb“ schrieb sich in den geschäftstüchtigen Raum der Inneren Stadt auf humorvolle Weise ein, nun thront die Figur über einer das mumok fast sprengenden Ausstellung im obersten Stockwerk. Cosima von Bonins facettenreiche Arbeiten wecken Assoziationen, erzählen Geschichten und bleiben dennoch rätselhaft, unerklärbar. Oft wurde bereits beobachtet, dass die 1962 in Mombasa/Kenia geborene Künstlerin zwischen den Medien switcht, verehrte Künstlerkolleg_innen als Referenzen in ihre Ausstellungen einlädt und auch ihr Bezugssystem offenlegt. Die Schau im mumok stellte sie unter den Titel „Hippies use side door“ und „Das Jahr 2014 hat ein Rad ab“. Wer sich für die Kunst von Bonin interessiert, muss demnach durch die seitlichen Eingänge ins Museum treten, alle macht sie zu Hippies. Belohnt werden die Besucher_innen mit einer von Karola Kraus kuratierten, überbordenden Schau mit über 100 Arbeiten – Bildern, Objekten, Fotografien, Filmen und Installationen – auf vier Ebenen (0,2,3,4). mehr ... |
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Was bedeutete es wohl für Edmund de Waal für eine Ausstellung nach Wien eingeladen zu werden? Beim Pressegespräch fand er dafür keine Worte, sie waren für ihn, der seine Familiengeschichte – der großbürgerlich-jüdischen Ephrussi – in Romanform aufgearbeitet hatte, nicht fassbar. Stattdessen schuf er im Theseustempel einen weißen Raum, meditative Grundstimmung und ein musikalisches Werk aus unzähligen, kleinen, aber individuell geformten Porzellanbechern in zwei Vitrinen. Die erinnern nicht von ungefähr an eine Doppelseite einer Publikation. mehr ... |
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Die deutsche Objektkünstlerin Isa Genzken (* 1948) wird zu den bekanntesten und einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation gezählt. Die Ausstellung in der Kunsthalle Wien beleuchtet ihr knapp vierzigjähriges Werk unter dem Fokus des Architektonischen und versammelt so wichtige Werke wie die „Ellipsoiden“ (1976/2013) und „Hyperbolus“, mit denen Genzken Anfang der Achtziger Jahre berühmt geworden ist, mit den „Strandhäusern zum Umziehen“ (2000), den nach Freunden benannten Säulen und „New Buildings for Berlin“ (2001/2014). mehr ... |
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Ulla von Brandenburg, Susi Jirkuff und Hannes Böck bestreiten den fünften Zyklus der 2013er Ausstellungen der Wiener Secession. Vor allem auf Ulla von Brandenburgs Installation und Filmarbeit im Hauptausstellungsraum darf man gespannt sein. Die 1974 in Karlsruhe geborene Künstlerin, die in Paris und Hamburg lebt, stellt ihren neuen Schwarz-Weiß Film „Die Straße“ vor. Bevor sich die Besucher_innen der Wiener Secession in den Film setzen können, müssen sie allerdings eine riesige Bühne erklimmen! Im Kunstverein Hannover präsentiert die Künstlerin ihre Filmarbeit innerhalb einer retrospektiv angelegten Schau, weshalb die Installation dort deutlich reduziert ist. mehr ... |
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Homo homini lupus est, wussten schon der römische Autor Titus Maccius Plautus und der britische Philosoph Thomas Hobbes zu berichten. Deborah Sengl (* 1974) nahm diese Charakterisierung des Menschen als Bestie bislang durchaus wörtlich, denn oft ging es in ihren tierischen Objekten ums Tarnen und Täuschen, um die hinterlistige Art des sich Verkleidens aus egoistischen Gründen. In ihrer neuesten Arbeit „Die letzten Tage der Menschheit“ (2013), die noch bis zum 25. Mai 2014 im Essl Museum zu sehen ist, wagt sie sich an die gleichnamige, gewaltige Textvorlage von Karl Kraus. In 44 Szenen, kleinen Dioramen, repräsentieren eine Schar von 174 weißen und 2 schwarzen Ratten die Gesellschaft der untergehenden Habsburgermonarchie. Possierliche Tierchen mit wenigen Requisiten spielen das Theaterstück. Doch wo bleibt die Aktualität? mehr ... |
Wer kennt sie nicht die berühmten Ostereier der letzten Zaren, gefertigt vom Hofjuwelier Peter Carl Fabergé? Anlässlich des 90. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der UdSSR/Russland und Österreich zeigt das KHM einige Preziosen aus dem Moskauer Kremlmuseum. Drei kaiserliche Ostergeschenke Fabergés durften dafür das Land verlassen und werden auf ihrer Reise von opulenten Schmuckstücken, darunter eine Collane des Andreasordens, eleganten Zigarettenetuis, Objekten aus Steinschliff und wuchtigen Trinkgefäßen im russischen Nationalstil begleitet. „Die Welt von Fabergé“ versammelt rund um die vier Ostereier im Zentrum etwa 155 Objekte des untergehenden Zarenreichs, die einen kleinen Einblick auf den mit Opulenz zur Schau gestellten Reichtum sowohl der Herrscherfamilien wie auch des aufstrebenden Industriebürgertums gewähren. mehr ... |
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Die 2008 verstorbene Wiener Künstlerin Roswitha Ennemoser wird unter dem Titel „Konkretisierung“ erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits im Jahr 2000 kuratierten Berthold Ecker und Wolfgang Hilger hinter dem Rathaus die Ausstellung „!Strenge Kammer?“, in der Konkrete Kunst aus Wien „in Erinnerung gerufen bzw. erneut oder auch erstmals zur Diskussion gestellt“ werden sollte. Roswitha Ennemoser, die öfter in Russland als in Österreich ausstellte, wurde mit dieser Schau zur Jahrtausendwende im Zusammenhang mit der heimischen Kunstszene präsentiert. Die von Sonja Gruber und Maris Liška gestaltete Personale „Konkretisierung“ geht nun einen Schritt weiter: Sowohl die Entwicklung Ennemosers von einer Malerin expressiver Urwaldausschnitte zu einer Objektkünstlerin und Wahrnehmungstheoretikerin ist zu sehen, als auch eine systematische Aufarbeitung des Werks im begleitenden Katalog gelungen. mehr ... |
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Das Augustinermuseum in Freiburg im Breisgau (D) stellt in seiner Winterausstellung die Frage nach der Funktionsweise einer mittelalterlichen Baustelle. Mit dem Freiburger Münster besitzt die Stadt in Baden Württemberg einen der wichtigsten gotischen Kirchenbauten im oberrheinisch-elsässischen Raum, vergleichbar mit dem Straßburger Münster, dem Prager Veitsdom und dem Wiener Stephansdom. Im Jahr 1513 wurden Hochchor und Hauptaltar geweiht und die Kirche nach mehr als 300 Jahren Bauzeit vollendet. Ziel der Ausstellung „Baustelle Gotik“ ist, gemeinsam mit dem Münsterbauverein die Baugeschichte des Münsters anschaulich darzustellen. Wertvollste Leihgaben sind die Entwürfe für den Turm der Bischofskirche aus Berlin, Nürnberg, München, Wien und Fribourg (CH), die zu dieser Ausstellung vielleicht zum letzten Mal direkt verglichen werden können. mehr ... |
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Im Gespräch mit Ivan Ristić, gemeinsam mit Kurt Ifkovits Co-Kurator der Ausstellung „Die Bühnen des Richard Teschner“, wird bald deutlich, dass Teschner nicht nur auf den von ihm entwickelten Figurenspiegel reduzierbar ist. Stattdessen fächert die Ausstellung ein wunderbar vielschichtiges Werk fernab der üblichen Gattungsgrenzen auf. Der Gesamtkunstwerksgedanke – ganz im Geist der Wiener Kunstschau 1908 – schwebt über allem, denn Teschner beschäftigte sich mit Malerei und Zeichnung, Kunsthandwerk und Figurenspiel, war Synästhethiker und stilistisch und ideologisch der Moderne verpflichtet. Das Kuratoren-Duo kontextualisiert den Deutschböhmen Teschner in der Prager Décadence, spricht über dessen erste Erfolge als Kunsthandwerker und führt in die Teschner-Bühne ein. Zwischen Jugendstil-Ästhetik, Stummfilm und Zauberwelt stilisierte sich Teschner selbst zum „Magier von Gersthof“. mehr ... |
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Unter dem einfachen Titel „Figur“ zeigt die Fondation Beyeler noch bis zum 2.2.2014 eine monografische Ausstellung des aktuell wichtigsten Bildhauers Deutschlands: Thomas Schütte. Der 1954 in Oldenburg (D) geborene Künstler, erhielt seine Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie u.a. bei Gerhard Richter und lebt derzeit in Düsseldorf. Seit den 1980er Jahren arbeitet er beständig an der Frage, welche Bedeutung das Menschenbild in der zeitgenössischen Kunstproduktion noch haben kann. Von miniaturhaft kleinen „Fingerübungen“ zu monumentalen Skulpturen im öffentlichen Raum ist Schüttes Formfindung keine Grenzen gesetzt. In Wien erfreuten 2013 seine „Großen Geister“ Einheimische wie Tourist_innen mit ihrem spielerischen und/oder ernstzunehmenden Gehabe. Auch in der Fondation Beyeler kann man sich erneut der Frage stellen: Handelt es sich bei den „Micheline-Männchen“ um galaktische Raumkämpfer, soldatische Androiden oder doch um übergroße Spielzeuge? mehr ... |
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Bis heute wirkt das Werk von Bruno Gironcoli (1936–2010) auf den ersten Blick singulär und rätselhaft. Die österreichische Tradition der Nachkriegszeit, geprägt von Fritz Wotruba (1907–1975), findet in den seit den 70er Jahren entstandenen Installationen oder Environments von Gironcoli keine Nachfolge. Der ausgebildete Goldschmied und Autodidakt positionierte seine Objekte ohne Podeste im Raum, arbeitete mit Verfremdungen, abstrus-absurden Zusammenstellungen wiedererkennbarer Einzelstücke und metallenen Farben auf Polyester. Thema ist immer der Mensch, auch wenn oft die Körper abwesend sind. Doch welche Bezüge lassen sich zu zeitgleich wenn auch höchst unterschiedlich arbeitenden internationalen Kollegen wie Joseph Beuys, Carl Andre, Jürgen Klauke oder Louis Bourgeois herstellen? mehr ... |
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Das Ferdinandeum in Innsbruck widmet dem österreichischen Konzeptkünstler Lois Weinberger (* 1947) eine kompakte Überblicksschau im 1. Stock. Bevor man sich den Kunstwerken der hauseigenen Sammlung nähert, trifft man im Stiegenhaus bereits auf Schwämme, die sich scheinbar im Gebälk eingenistet haben bzw. Projekte, mit Hilfe derer sich der Kulturraum in einen Naturraum zurückverwandeln lässt. Weinberger ist seit den 1970er Jahren für sein projektorientiertes Arbeiten u.a. mit pflanzlichen Materialien bekannt. Seine Kunstprojekte sind zwischen ruralem und urbanem Raum angesiedelt, analysieren auf eine poetische Art die Umwelt und eröffnen Freiräume für die bedrängte Natur. mehr ... |
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Verena Dengler beschäftigt sich in der MAK-Galerie mit Anna O., jener Patientin, mit der laut Sigmund Freud die Psychoanalyse begann. Hinter dem berühmten Pseudonym steckt Bertha Pappenheim (1859-1936), eine Wiener Jüdin, 1904 Begründerin und erste Präsidentin des Jüdischen Frauenbundes (JFB), passionierte Sammlerin von filigranen Spitzen. 1935 schenkte sie bei einem Wien-Besuch dem MAK ihre über Jahrzehnte in ganz Europa zusammengetragene Sammlung an Häckel-, Klöppel- und Nadel-Spitze. Verena Dengler stellt dieser privaten Sammelleidenschaft ihre höchst eigene Mode- und Textilsammlung gegenüber: Spitze mit Darstellungen der Menora oder dem doppelköpfigen Reichsadler trifft auf eine in China produzierte, vulgo gefakte Coco Chanel-Tasche und jüngst aufgesticktem Pappenheim-Porträt, T-Shirts mit Logo und Aufdrucken auf Plakate, Laura Ashley Polster auf eine Art-and-Craft-Tapete mit psychedelischem Muster, Porzellanfiguren aus Asien auf Spielzeughelikopter und Banküberfall. mehr ... |
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Wenn man im 4. Stock des mumok aus dem Lift aussteigt und in Richtung Ausstellungshalle geht, leuchtet einem schon von Weitem das Initialwerk von Dan Flavins Lichtkunst entgegen: eine gold-gelbe Neonröhre im 45° Winkel an die Wand montiert, vom Boden aufsteigend. „Es ist, was es ist“, meinte Dan Flavin zwar lapidar dazu, mit „the diagonal of May 25, 1963 (to Constantin Brancusi)“ aus dem Jahr 1963 schrieb sich der Künstler dennoch auf höchst diskursive Weise in die Geschichte des amerikanischen Minimalismus ein. Rund 30 „Lights“ von Dan Flavin verdeutlichen seine Recherchen zu Kunst, Licht, Raum, Alltagsobjekt und Referenzen an wichtige Vorläufer, Freunde und Kollegen in vier Stockwerken (Ebenen 0, 2, 3, 4). Farbiges Licht verwandelt die sonst leeren Museumswände in vibrierende Farbräume. mehr ... |
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Vom 17. Mai 1784 bis ins Jahr 1874 wurde im dritten Wiener Gemeindebezirk, St. Marx, der einzige erhaltene Biedermeierfriedhof Wiens betrieben. Berühmte Persönlichkeiten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Leopold Ernst, Bonifazio Calafati oder Fürst Ypsilanti fanden dort ihre (erste) Ruhestätte. Die Eröffnung der Wiener Zentralfriedhofs 1874 setzte der Begräbnistradition ein Ende. Nach einer Renovierung und Instandsetzung des gesamten Friedhofs unter Leitung des Architekten Anton Waldhauser wurde dieser am 22. Oktober 1937 der Wiener Bevölkerung als öffentliche Parkanlage übergeben und 1943 unter die Obhut und Pflege des Stadtgartenamtes gestellt. Heute ist der ehemalige Friedhof als eine der ruhigsten und während der Fliederblüte romantischsten Parkanlagen von Wien bekannt. Nichts deutet darauf hin, dass am hinteren Ende die Trasse der Südosttangente nahezu in den Friedhof hineinschneidet! mehr ... |
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Das Grabmal für Erzherzogin Marie Christine von Sachsen-Teschen gilt bis heute als eines der schönsten und charakteristischsten der klassizistischen Grabdenkmalskunst. Im Sommer 1798 war Antonio Canova nach Wien gereist, um eine Bestätigung für seine von der Stadt Venedig zugesagt Pension zu erhalten. Herzog Albert von Sachsen-Teschen, der Kunstsammler und Begründer der Albertina, konnte ihn für die Gestaltung des Grabmals für seine kürzlich zuvor verstorbene Ehefrau gewinnen. Obwohl man den Künstler in Wien – oder zumindest als Untertan des Kaiserreiches in Venedig halten wollte, kehrte der Bildhauer nach Rom zurück. Der Wiener Auftrag ermöglichte Canova, Entwürfe für ein Tizian-Monument aus den 1790er Jahren weiterzuentwickeln und den Inbegriff des Erinnerungsmonuments des frühen 19. Jahrhunderts zu entwerfen: Die Pyramide als Grabarchitektur, einen Trauerzug mit Figuren unterschiedlichen Alters, Symbole wie die Schlange für das ewige Leben werden auch in der Nachfolge Canovas wichtige Elemente der Sepulchralkunst sein. mehr ... |
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Die Präsentation der „Maquetten“ und die Rekonstruktion des Ateliers von Henry Moore findet zu Ehren des vor nahezu 20 Jahren verstorbenen, britischen Künstlers statt und zeigt nicht nur zwei großformatige Skulpturen im Park vor dem Hôtel Brion, sondern fokussiert den Arbeitsprozess des schöpferischen Menschen. Vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden alle Skulpturen auf dem Papier, wie die große Anzahl von dicht beschriebenen Skizzenblättern zu Beginn der Ausstellung zeigt. Moore nutzt die freie Fläche um, wohlgeordnet, Liniengefüge nebeneinander aufzureihen, welche die Objekte aus verschiedenen Perspektiven zeigen. Interessanterweise denkt der Künstler dabei nicht in Volumen sondern sucht die perfekte, weich schwingende Umrisslinie! Der Kontakt und die Auseinandersetzung mit den Surrealisten Alberto Giacometti, Ossip Zadkine und Pablo Picasso ist den Zeichnungen und Skulpturen der Folgezeit deutlich anzusehen. mehr ... |
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Das MUSA lud monochrom ein, sich ihre 20.Geburtstagsfeier selbst auszurichten. Irgendwo zwischen Selbsthistorifizierung, mit der Gefahr der Selbstglorifizierung, und einem gewaltigen Schuss Selbstironie hacken sie sich in den Kontext „Museum“. Unter dem Titel „Die waren früher auch mal besser / 20 Jahre monochrom“ zeigen insgesamt 23 Dioramen die bewegte Geschichte und aufrüttelnden Geschichten rund um das „Kunst-Technologie-Philosophie-Kollektiv“ (Selbstbeschreibung). mehr ... |
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Auf Einladung von Dir. Klaus-Albrecht Schröder entwickelte Erwin Wurm eine neue Werkserie, die von 12.12.2012 bis 17.2.2013 in der Albertina erstmals präsentiert wird. Unter dem Titel „De profundis“ widmet sich der für seine One-minute-sculptures international bekannt gewordene Bildhauer dem Thema des Künstlerbildes. In 31 Selbstporträts stellt sich Wurm dem Klischee des „leidenden Künstlers“, indem er gotische Bildformeln auf sich übertrug. Diese Zeichnungen werden durch überschriebene und übermalte Fotografien von ca. 25 befreundeten Künstlerkollegen aus Wien und Umgebung ergänzt. mehr ... |
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Die Ausstellung „Portraits and Other Cognitive Exercises 2001–2012“ bringt eine schöne Auswahl an Werken des Künstlerduos Clegg & Guttmann zusammen, die deren Kunstauffassung und Interessenslagen wunderbar entschlüsseln helfen. mehr ... |
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„Jo. Giullianus Fecit 1743 ... Semi Cecus” - “Gio. Giuliani hat (mich) 1743 gemacht ... halbblind“: So signiert der Barockbildhauer Giovanni Giuliani den letzten seiner in einem Zeitraum von fünfzig Jahren entstandenen, kleinen Tonbozzetti einen Hl. Joseph mit dem Christusknaben. Wissend, dass der Ausführende bereits 79 Jahre zählt, verwundert die fast stolz klingende Beifügung der letzten Jahre nicht mehr. Nach dem Tod des Künstlers am 5. September 1744 erbt das Stift Heiligenkreuz, wo er seit 1711 als Familiaris (Laienbruder) gelebt hatte, seinen gesamten Nachlass. Seine Sammlung von Tonbozzetti konnte wohl nur dadurch für die Nachwelt gerettet werden. Die Skulpturen im Stiegenhaus des Liechtensteinischen Stadtpalais können ab Frühjahr 2013 erstmals wieder besichtigt werden. mehr ... |
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„Humiliation“ bedeutet auf Deutsch Demütigung, Erniedrigung und Beschämung. Die gleichnamige Skulptur von Clegg & Guttmann am Kunstplatz Graben im 1. Wiener Gemeindebezirk offenbart ihre Bedeutung jedoch nicht auf den ersten Blick. mehr ... |
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Das Künstlerpaar Nicole Six (* 1971) und Paul Petritsch (* 1968) bereiste für sein letztes Projekt „Atlas“ (2009-2010) virtuell-konkret die Welt, indem es den Erdumfang von 40.000km auf einer aufgelassenen Rennbahn in Spanien im Zeitraum von 81 Tagen abfuhr. Raum und Raumerfahrung, die Vermessung der Welt und ihre Dokumentation standen dabei im Zentrum ihres Interesses. mehr ... |
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Dem modellierten, skulpierten, abgefilmten und fotografierten menschlichen Körper widmet das MUSA eine Ausstellung unter dem Titel „raum_körper/einsatz“. Anhand der Arbeiten von 41 in Wien lebenden Künstlern stellt Kuratorin Silvie Aigner, unterstützt durch Johannes Karel, die figurative Skulptur in Österreich vor. Beginnend mit Stein- und Bronzeplastiken von Andreas Urteil über monumentale Figuren von Alfred Hrdlicka breitet die Schau ein Kaleidoskop von Möglichkeiten plastischen und skulpturalen Gestaltens von den späten 50er Jahren bis in die Jetztzeit aus. mehr ... |
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Der 1879 geborene Kunsthandwerker übersiedelte 1909 nach Wien, wo er 1948 als „Puppen-Magier“ anerkannt verstarb. Teschner gilt als DER Puppenspieler Österreichs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts - und dennoch ist Ziel der Ausstellung im Österreichischen Theatermuseum, dass er darauf nicht reduziert werden darf. Der Gesamtkunstwerksgedanke – ganz im Geist der Wiener Kunstschau 1908 – schwebt über allem, denn Teschner beschäftigte sich mit Malerei und Zeichnung, Kunsthandwerk und Figurenspiel, war Synästhethiker und stilistisch und ideologisch der Moderne verpflichtet. Hier die wichtigsten Daten zu seinem Leben. mehr ... |
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„Wir sind keine Genossenschaft, keine Vereinigung, kein Bund, sondern haben uns in zwangloser Form eigens zum Zweck dieser Ausstellung zusammengefunden, verbunden einzig durch die Überzeugung, dass kein Gebiet menschlichen Lebens zu unbedeutend und gering ist, um künstlerischen Bestrebungen Raum zu bieten, dass (…) auch das unscheinbarste Ding, wenn es vollkommen ausgeführt wird, die Schönheit dieser Erde vermehren hilft, und dass einzig in der immer weiter fortschreitenden Durchdringung des gesamten Lebens mit künstlerischen Absichten der Fortschritt der Kultur begründet ist.“ (aus der Festrede von Gustav Klimt anlässlich der Eröffnung) Als Gustav Klimt am 1. Juni 1908 die Kunstschau eröffnete, sollten mit dem Projekt mehrere Bedürfnisse gestillt werden. Der Zeitpunkt war mit großem Bedacht gewählt, feierte doch Kaiser Franz Joseph in diesem Jahr sein 60-jähriges Thronjubiläum. mehr ... |
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Das Künstlerhaus widmet dem Bildhauer Alfred Hrdlicka zu dessen 80. Geburtstag keine Retrospektive, sondern wagt einen neuen Blick auf das Gesamtwerk des 1928 geborenen Wieners. Nicht Steine oder Bronzen, wie manch einer erwarten würde, sondern Zeichnungen und Drucke sind die Protagonisten der Schau. Aus der Not wurde eine Tugend, hatte die ursprüngliche Konzeption doch eine Übernahme einer Ausstellung der deutschen Sammlung Würth vorgesehen. Deren Verlängerung machte einen Kunstgriff nötig, nach einem Atelierbesuch war die Lösung gefunden: Noch nie waren die Bühnenbilder Hrdlickas gezeigt worden. Nun sind sie im Erdgeschoss des Künstlerhauses erstmals in nahezu musealer Präsentation zu bewundern. mehr ... |
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Auf der IX. Ausstellung der Wiener Secession Anfang des Jahres 1901 stellte Auguste Rodin (1840-1917) gemeinsam mit Max Klinger (1857-1920) zu Ehren des kurz zuvor verstorbenen Italo-Schweizers Giovanni Segantini (1858-1899) aus. 14 Plastiken und acht Grafiken hatte Rodin nach Wien geschickt und beehrte die Kaiserstadt auch mit seiner persönlichen Anwesenheit. Ludwig Hevesi (1843-1910), bedeutendster Kunstkritiker und Unterstützer der Wiener Secession, berichtete von der „erschütternden Gruppe der Bürger von Calais“, dem „wunderbaren Kopf der Balzac-Statue“ sowie „Eva“ und „Dem ehernen Zeitalter“ als stilistische Gegenstücke. mehr ... |
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Im Hof des Palazzo Strozzi präsentiert Michelangelo Pistoletto (* 1933) die Installation „Metrocubo d’Infinito in un Cubo Specchiante“ („Kubikmeter Unendlichkeit in einem verspiegelten Kubus“). Ein Stahlkubus ist innen vollständig mit Spiegeln ausgekleidet, so dass die Illusion eines unendlichen Raumes entsteht. Der bereits 1966 entstandene „Metrocubo d’Infinito“ ist im Zentrum dieser Unendlichkeit positioniert. Im Hof des Palazzo Strozzi präsentiert Michelangelo Pistoletto (* 1933) die Installation „Metrocubo d’Infinito in un Cubo Specchiante“ („Kubikmeter Unendlichkeit in einem verspiegelten Kubus“). Ein Stahlkubus ist innen vollständig mit Spiegeln ausgekleidet, so dass die Illusion eines unendlichen Raumes entsteht. Der bereits 1966 entstandene „Metrocubo d’Infinito“ ist im Zentrum dieser Unendlichkeit positioniert. mehr ... |
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Die in Rotterdam lebende Spanierin Lara Almarcegui (* 1972) seziert die Secession, dekonstruiert ihre Architektur – aber nicht, um Fragen der Baustilkunde, der Architekturtheorie oder Kulturgeschichte zu klären, sondern um ihre Materialität sicht- und spürbar zu machen. Das Ergebnis sind acht verschieden hohe und unterschiedlich gefärbte Haufen Abbruchmaterial im Hauptausstellungsraum, von der Künstlerin „Berge“ genannt. Ästhetisch überzeugen sie allemal durch ihre einfache, kegelhafte Form, ein Ergebnis von Schwerkraft und Gleichgewicht, und ihre Farbigkeit. Wer sich Abbruchmaterial als schmutzig oder als Mischung verschiedenster Baustoffe vorstellt, wird hier eines Besseren belehrt. Recyceln ist offenbar ein technisch hocheffizientes Verfahren geworden, mit dessen Hilfe man die „Inhaltsstoffe von Bauwerken“ (Almarcegui) perfekt zu trennen versteht. Das Abbruchmaterial verweist dabei sowohl auf seine eigene Geschichte als der Rest einer gewesenen Architektur, aber auch auf das Potenzial, etwas Neues daraus zu gestalten. mehr ... |
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Die Geschichte des Wiener Volksgartens ist eng mit der Stadterweiterung und dem Bau der Ringstraße verknüpft. Am 1.Mai 1823 eröffnet, war der Volksgarten Schauplatz mannigfaltiger Veränderungen im 19. Jahrhundert: Bauwerke wie der Theseus-Tempel und der bei Nachtschwärmern so beliebte Volksgarten-Pavillon, aber auch Denkmäler für den Dichter Franz Grillparzer und der ätherisch schöne Kaiserin Elisabeth-Denkmalhain prägen den Park als einen Ort der Künste. Dass er heute auch eine vom Duft tausender Rosen erfüllte Ruheoase ist, verdanken wir der jüngeren Nutzung als Rosarium. mehr ... |
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Die Geschichte des Wiener Volksgartens ist eng mit der Stadterweiterung und dem Bau der Ringstraße verknüpft. Am 1.Mai 1823 eröffnet, war der Volksgarten Schauplatz mannigfaltiger Veränderungen im 19. Jahrhundert: Bauwerke wie der Theseus-Tempel und der bei Nachtschwärmern so beliebte Volksgarten-Pavillon, aber auch Denkmäler für den Dichter Franz Grillparzer und der ätherisch schöne Kaiserin Elisabeth-Denkmalhain prägen den Park als einen Ort der Künste. Dass er heute auch eine vom Duft tausender Rosen erfüllte Ruheoase ist, verdanken wir der jüngeren Nutzung als Rosarium. mehr ... |
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Als im Frühjahr 1865 die Eröffnung der Ringstraße gefeiert wurde, waren die gartenplanerischen Arbeiten von Franz Antoine d. J. bereits abgeschlossen, die Ausstattung mit Brunnen und Denkmälern sollt erst danach erfolgen. Vor allem das Grillparzer-Denkmal und die Errichtung eines Denkmalhains für Kaiserin Elisabeth zeigen das Interesse von bürgerlichen gefolgt von aristokratischen Kreisen, den Volksgarten als Gedenkort zu etablieren. Die im 20. Jahrhundert vorgenommenen Ergänzungen wirken im Vergleich nahezu schüchtern. mehr ... |
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Zwischen 1876 und 1878 erfolgte die Planung und am 23. Mai 1889 Enthüllung des Grillparzer-Denkmals von Rudolf Weyr, Carl Kundmann und Carl Hasenauer. Der im Jänner 1872 verstorbene Franz Grillparzer wurde von den Zeitgenossen bereits als „großer, vaterländischer Dichter“ gehandelt. Unter Johann Adolf Fürst zu Schwarzenberg konstituierte sich ein Komitee zur Errichtung eines Denkmals. Als Protektor konnte Erzherzog Carl Ludwig, Bruder von Kaiser Franz Joseph I., gewonnen werden. Die Aufstellung im Volksgarten wurde lange diskutiert, handelt es sich doch um das erste Denkmal für einen Bürger auf hofarräischem Boden. mehr ... |
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Der ruhigste Teil des Wiener Volksgartens ist sicherlich der Bereich rund um das berühmte Kaiserin Elisabeth-Denkmal, das am Ende einer Lindenallee aus weißem Laaser Marmor erstrahlt. Friedrich Ohmann und Hans Bitterlich konnten nach langwierigen Plänen 1907 diesen Hain für die ermordete Kaiserin als erstes dynastisches Denkmal, das von einem privaten Denkmalcomitee finanziert und projektiert worden ist, fertigstellen. Dem Prager Architekt gelang dabei die mustergültige Umsetzung eines secessionistischen Gartengesamtkunstwerks, in dem Architektur, Skulptur und Bepflanzung zu einem fast sakral anmutenden Ort zusammenfinden. mehr ... |
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Die Londoner National Gallery zeigt noch bis zum 24. Jänner 2010 die Ausstellung „The Sacred made Real. Spanish Painting and Sculpture 1600-1700“. Der Titel lässt sich etwas holprig mit „Die Verwirklichung des Heiligen“ übersetzen und bezieht sich auf ein äußerst spannendes Phänomen der spanischen Barockkunst: die außerordentliche Nähe von Malerei und Skulptur im Dienste der visionären Darstellung katholischer Glaubensinhalte. 16 Gemälde und 16 Skulpturen des Siglo de Oro, des Goldenden Jahrhunderts, bestücken diese in mystisches Dunkel getauchte Schau und treten in einen intermedialen Dialog. Der Hyperrealismus der Skulpturen findet sich auch in der Malerei – beide vereinen sich zu einem „Theater“ des Heiligen. mehr ... |
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Esther Stocker liebt Ecken und Kanten – und das kann man ihren Werken auch ansehen. Seit einigen Jahren arbeitet die in Wien lebende Künstlerin mit Gitterstrukturen in Schwarz, Weiß und Grau. Sie lotet in ihren Bildern, Wandarbeiten und Installationen konsequent die Möglichkeiten ihrer abstrakt-konkreten Formensprache aus. Oder anders formuliert: Welche Formen von Raumerfahrung bietet die Malerei? So war es nahezu ein logischer Schritt, dass Esther Stocker ihre Bilder auf Wände übertrug und in Installationen dreidimensional übersetzte. mehr ... |
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In der Orangerie neben dem Unteren Belvedere trifft man auf ein lustvolles Experimentieren mit Stoff, die sog. sechs „Wiener Musterzimmer“. Gilbert Bretterbauer, Peter Kogler, Florian Pumhösl, Gerwald Rockenschaub, Lisa Ruyter und Esther Stocker zeigen, wie ihre Formensprache als Design wirkt. Edelbert Köb meint dazu im Vorwort des Katalogs: „Wiener Musterzimmer ist ein Kunstprojekt mit Designhintergrund.“ mehr ... |
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Obwohl bereits im Jahr 1726 in Schweden gegründet (und damit die dritte Porzellanmanufaktur in Europa!) ist Rörstrand-Porzellan heute so gut wie unbekannt. Diese Leerstelle wird durch den neuen Ausstellungskatalog von Bengt Nyström und dem Internationalen Keramik-Museums in Weiden in vorbildlicher Weise gefüllt. mehr ... |
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Was wäre, wenn man Bewegungsenergie, z.B. die eines sich in einem Raum befindenden Menschen, in elektrisches Licht verwandeln könnte? Energy Scanging (auch Energy Harvesting) bietet hierfür die zukunftsweisende, energieautarke Lösung – wie derzeit das österreichische Designduo taliaYsebastian im MAK zeigt. Mit seiner interaktiven Installation „The Committee of Sleep“, in der es organische Leuchtdioden in papierene Lampenschirme hüllt, präsentiert es eine ästhetisch ansprechende Umsetzung der Verbindung von neuer Technologie und alter Papierkunst mehr ... |
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1900 feierte der Jugendstil auf der Pariser Weltausstellung seinen internationalen Durchbruch, und der Münchener Verleger Julius Hoffmann jr. machte mit „Der moderne Stil“ zwischen 1899 und 1905 die neuesten künstlerischen Entwicklungen in Deutschland bekannt. Dieses Buch von Arnoldsche Art Publishers ist eine wichtige Quellensammlung zum Kunsthandwerk des Jugendstils, das in dieser Form für viele Kunstzeitschriften wünschenswert wäre! Die Basis für jede ernste und eigenständige Beschäftigung mit dem Thema. mehr ... |
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Der Wiener Karlsplatz wird maßgeblich durch die 6-spurige „Stadtautobahn“, die historische Architektur und die Parkanlage der 1970er Jahre geprägt. Er war ein Experimentierfeld für die Ringstraßenarchitektur mit den ersten Gebäuden ab 1860 – der Verabschiedung vom Klassizismus (noch am TU Hauptgebäude) bis hin zum großbürgerlichen Ringstraßenstil. Die hier entwickelte Architektursprache wird ab 1870 für die gesamte Ringstraße prägend werden: Beispiele dafür sind die Evangelische Schule von Theophil Hansen (1813-1891) und die Handelsakademie im sog. „Arsenalstil“ von Ferdinand Fellner dem Älteren. Es handelt sich hierbei um erste Kulturbauten auf Bürgerinitiative. mehr ... |
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Am 19. November 2000 übereignete Niki de Saint Phalle (geboren als Marie-Agnès Fal de Saint Phalle 1930-2002) der Stadt Hannover mehr als 360 Werke, die seither im Sprengel Museum Hannover zu bewundern sind. Die Schenkung umfasst sämtliche wichtige Schaffensphasen der in Frankreich geborenen Künstlerin von Mitte der 50er bis in die 80er Jahre. Unter dem Titel „Im Garten Fantasie“ zeigt das Essl Museum in Klosterneuburg – unterstützt durch das Sprengel Museum – eine Auswahl von 20 Arbeiten der weltberühmten Künstlerin. Hauptaugenmerk der Kuratoren lag trotz der geringen Anzahl von Objekten, die Entwicklung Niki de Saint Phalles von ihren materialreichen Assemblagen über die Schießbilder zu den Skulpturen zu zeigen, darunter die weltberühmten Nanas und Modelle der Figuren des Tarot-Gartens. mehr ... |
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Unter dem Titel „Glanz einer Epoche“ zeigt das Leopold Museum noch bis zum 20. Juni „Jugendstil-Schmuck aus Europa“. Die Preziosen wurden aus dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt, dem Museum für Angewandte Kunst Wien, dem Wien Museum und Wiener Privatbesitz zusammengetragen, um einen Überblick über die revolutionäre Schmuckproduktion der Jugendstildesigner zu ermöglichen. So stellt Kuratorin Patricia Spiegelfeld gleich zu Beginn eine mit Diamanten und Brillanten besetzte Tiara des Wiener Hofjuweliers A.E. Köchert ein elfenbeinernes Diadem von Dagobert Peche für die Wiener Werkstätte gegenüber. Dieser Vergleich macht die Abkehr der Jugendstilentwerfer von Glanz und Wert der Materialien sowie ihre Hinwendung zu Einfachheit in Gestaltung und Materialeinsatz deutlich. mehr ... |
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Das Kunstmuseum Basel zeigt bis 10. August 2010 eine Retrospektive des in Mexiko geborenen Künstlers Gabriel Orozco (* 1962), die in Zusammenarbeit mit dem New Yorker MoMA erstellt wurde. Ab September wird die Schau im Pariser Centre Georges Pompidou und ab Jänner 2011 in der Londoner Tate Modern zu sehen sein. Der Katalog, vom Hatje Cantz Verlag betreut, wird auf dem ersten Blick dieser bedeutungsschwangeren Liste von Stationen gerecht – reich bebildert, mit einer Chronologie ausgestattet und durch drei einleitende Aufsätze zu den Themen „Offenes Atelier“, „Anmerkungen zu den Notizbüchern“ und „Skulptur zwischen nationalstaatlicher und globaler Warenproduktion“ ergänzt. Mit Ann Temkin, Brinoy Fer und Benjamin H.D. Buchloh konnten drei ausgewiesene Orozco-Kenner für diese Texte gewonnen werden. mehr ... |
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An dieser Stelle möchte ich noch auf einen kleinen Band mit einer großen Künstlerin hinweisen: Donald Kuspits Gespräch mit Louise Bourgeois, die am 25. Dezember 2011 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. In seiner kompakten Einleitung führt Piet Meyer die Stärke der Kunst Louise Bourgeois` zusammen. Die späte Anerkennung der Einzelgängerin, die 1911 in Paris geboren, 1938 nach New York auswandert ist und in den späten 70ern erst „entdeckt“ wurde, ist dabei nur ein Phänomen. Bourgeois bewegte sich stets am Rande des „vorgeblichen stilistischen Mainstreams“, sie verleugnete nie, dass Angst ein wichtiger Quell in ihren Arbeiten war, oder dass ihr Werk mit wenigen Ausnahmen in der privaten, zurückgezogenen Atmosphäre des Ateliers aus der Spannung mit dem Material entstand. mehr ... |












































