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NEWS
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Alexandra Matzner (AM): Du hast einen etwas dickeren Essay mit dem Titel „Von der Liebe zur Kunst“ veröffentlicht. Wir treffen uns heute im Café Prückl, um über dein Verhältnis zur Kunst zu sprechen und warum du diesen Essay geschrieben hast. Günther Oberhollenzer (GO): Es hat großen Spaß gemacht, dieses Buch zu schreiben. Geschrieben habe ich es, um meine Erfahrungen und Gedanken über die Kunst und den Kunstbetrieb mit Kunstinteressierten zu teilen sowie mir wichtige Themen anzusprechen und zur Diskussion zu stellen. Ich habe den Eindruck, dass jedes Kapitel als Einzelessay funktioniert. Man kann sie einzeln studieren und muss sie nicht in der veröffentlichten Reihenfolge lesen. Der Essay kam mir als Form des Schreibens sehr gelegen, da ich unbedingt einen subjektiven Blickwinkel einnehmen wollte. Ich habe bewusst versucht, mich davon zu entfernen, so zu tun, als ob ich objektiv wäre.mehr ... |
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Werner Telesko, Direktor des Instituts für kunst- und musikhistorische Forschungen der österreichischen Akademie der Wissenschaften, ist profilierter und angesehener Kunsthistoriker mit Schwerpunkt auf der Erforschung von Barockkunst und Malerei des 19. Jahrhunderts. In den letzten Jahren war er Herausgeber des Bandes „Die Wiener Hofburg 1835–1918“, publizierte eine Mythengeschichte Maria Theresias und zahlreiche Aufsätze zur Mediengeschichte des 19. Jahrhunderts aber auch zu den malerischen Ausgestaltungen von österreichischen Bibliotheken und Klöstern. mehr ... |
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Schnelle Kommunikation mit langen Folgen – das Interview kritisch hinterfragt. Ein MUST, wenn man sich mit einem der wichtigsten Selbst/Präsentationsformen der Gegenwart beschäftigt! In einer Zeit, in der Abgänger_innen von Kunsthochschulen und Akademien auf Knopfdruck die Konzepte ihrer Arbeiten zusammenfassen und vor Publikum hervorbringen, in einer Zeit, in der es fast schon anstößig ist, wenn eine_r nicht vor demselben sprechen möchte, kommt ein Band wie dieser gerade recht. „Das Interview. Formen und Foren des Künstlergesprächs“, herausgegeben von Michael Diers, Lars Blunck und Hans Ulrich Obrist, beleuchtet die Historie der in den Medien „redenden“ Künstler_innen und hinterfragt kritisch deren Entstehung und Rezeption. Was verursacht den Erfolg der Gattung Künstler_innen-Interview? Der Wunsch nach Authentizität? Die Sehnsucht nach einer Absichtserklärung der Schöpfer_innen frei Haus? Oder ist gar das Interview eine Bankrotterklärung der Kunstkritik und der Geschichtsschreibung? mehr ... |
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Ein Gespräch mit Jasper Sharp über seine Publikation zu den Österreich-Beiträgen auf der Biennale, den Kuratoren-Dynastien und seinen Zugang zur wichtigsten Kunstausstellung auf der Welt. Als Kommissär zeichnet er nicht nur für die Berufung von Mathias Poledna 2013 verantwortlich, sondern begann auch ein zentrales Archiv über die Beteiligungen Österreichs anzulegen. Ein erster Überblick ist nun in Buchform erschienen: Auf 540 Seiten wird an 489 Künstler_innen und deren Werken gedacht, werden die 53 Biennale-Teilnahmen über Dokumente, Installationsfotografien und Werkabbildungen dargestellt und erstmals eine vollständige Chronologie aufgeführt. Der „Ziegel“ entpuppt sich somit als wichtige Quellensammlung für die Selbstdarstellung der Kunstnation Österreich. Gibt es so etwas wie eine „österreichische Linie“ für den Pavillon auf der Biennale von Venedig? mehr ... |
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Die Berliner Nationalgalerie gedenkt ihrer Anfänge mit einer Ausstellung und dem teilweisen Reprint des Katalogs der Sammlung Wagener, mit der alles begann. Der königlich schwedische Konsul Joachim Heinrich Wilhelm Wagener vermachte am 18.1.1861 seine Sammlung zeitgenössischer, deutscher Kunst aus Patriotismus dem preußischen König Wilhelm I., damit diese dem Publikum zugänglich gemacht werde. mehr ... |
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Unter dem Titel „Die Jugend der Moderne. Art Nouveau und Jugendstil Meisterwerke aus Münchner Privatbesitz“ zeigt das Museum Villa Stuck noch bis zum 23. Jänner 2011 mehr als 350 Objekte von berühmten und weniger bekannten Künstlern der Jahrhundertwende. Der begleitende Katalog von Arnoldsche Art Publishers verbindet über alle Gattungsgrenzen hinweg, wie es auch der Gesamtkunstwerksgedanke propagierte, Gemälde mit Plakaten, Glas- und Schmuckkunst, Keramiken mit Bronzeskulpturen und Möbeln. Sämtliche Objekte stammen aus Münchner Privatsammlungen, die seit den 1960er Jahren in mühsamer Kleinarbeit und reizvoller Schatzsuche zusammengetragen wurden. mehr ... |
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Wunderbar fotografierte und fundiert kommentierte Objekte von herausragender Qualität lassen die kunstvolle Welt des Jugendstils wieder auferstehen! Orchideen, Irise und Lilien, Insekten, Schnecken und Fledermäuse, junge Frauen in tänzerischen Posen und abstrakt-geometrische Muster – all das sind Lieblingsmotive der Jugendstil-Künstler in Europa und Amerika. Die stilistische Heterogenität des Art Nouveau - zwischen naturalistisch-vegetabil, dynamisch-abstrakt und geometrisch-konstruktiv aber auch die Klarheit und Zweckmäßigkeit der Formen - wird in bedeutenden Zeugnissen von August Endell, Hermann Obrist, René Lalique, Emile Gallé, Johann Lötz Witwe, Louis Comfort Tiffany, u.a. dokumentiert. mehr ... |
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Gemeinsam mit dem dänischen „Louisiana – Museum of Modern Art“ entwickelte der DuMont Buchverlag jüngst einen Ausstellungskatalog, der mehr sein will als eine Aufzählung von Werken der Klassischen Moderne. Aus der Sammlung von Werner und Gabriele Merzbacher und dem Bestand des Louisiana wurden etwa 150 Werke von 72 Künstlern zu einem „Feuerwerk der Farben“ zusammengestellt, heißt es doch in der Auktionsszene: Ein typisches „Merzbacher-Bild“ steche durch seine starke Farbigkeit und Dynamik hervor. mehr ... |
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Ganz ehrlich – ich habe lange überlegt, in welche meiner so mühsam konstruierten Kategorien ich diesen Artikel stecken soll. Ist „Streulicht. Magazin für Fotografie und Artverwandtes“ eine Publikation über Fotografie und Theorie oder ein Fanzine, oder handelt es sich gar um ein Künstlerbuch? Hochwertige Aufmachung, cooles Design und viel künstlerischer Inhalt sprechen aber dann m.E. doch sehr für die Abteilung Künstlerbuch! Der Crossover macht Österreichs neuestes, halbjährlich und zweisprachig erscheinendes Magazin zu einem echten „Hingucker“ und ist sogar zum „Hineinschnuppern“ geeignet. mehr ... |
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Der seit Frühjahr 2012 vorliegende Sammelband „Aufbruch in die Moderne“ fächert in 14 Aufsätzen die ergreifenden Schicksale der wichtigsten, zumeist jüdischen Berliner Sammler, Mäzene, Kunsthändler, Verleger aber auch des Künstlers Max Liebermann (1847-1935) auf. Paul Cassirer und Alfred Flechtheim, Walter Feilchenfeldt sowie Heinrich und Justin K. Tannhauser waren sicherlich die schillerndsten Persönlichkeiten des Berliner Kunst(händler)lebens. Aber auch international wenig bekannte Sammlergrößen ihrer Zeit – wie Bernstein, Arnhold, Oppenheim, Mendelssohn und Mauthner – werden mit ihrem Kampf für die Moderne vorgestellt. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 stellt für sie alle einen gravierenden Einschnitt dar, die meisten versuchten verzweifelt zumindest ihre Sammlungen in die Schweiz zu retten. mehr ... |
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„Warum kann ich mich an deinen sonderbaren phantastischen Blättern nicht sattsehen, du kecker Meister! – Warum kommen mir deine Gestalten, oft nur durch ein paar kühne Striche angedeutet, nicht aus dem Sinn?“, sinnierte E.T.A. Hoffmann in seinen 1814/15 geschriebenen „Fantasiestücken in Callots Manier“ über die Grafiken des französischen Künstlers. Werner Hofmann, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle und ausgewiesener Kenner der Kunst des 19. Jahrhunderts, führt unter diesem Gedanken phantastische Werke der europäischen Kunstgeschichte seit dem Hochmittelalter zusammen. mehr ... |
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Werner Spies ist in Wien vor allem als Albertina-Kurator von Ausstellungen wie „Picasso – Malen gegen die Zeit“ (2006) oder „Max Ernst. Une semaine de bonté“ (2008) – und als ausgewiesener Surrealismus-Experte bekannt. In diesem Band vereinte er unter dem schwierigen Titel „Der ikonografische Imperativ der Deutschen“ Aufsätze über deutsche Künstler von der Zwischenkriegszeit bis heute. mehr ... |
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Der Germanist Christoph Kleinschmidt widmet den materiellen Verbindungen im Expressionismus eine materialreiche Untersuchung. Dabei bezieht sich der Autor nicht nur auf die herkömmlichen Materialien in den Künsten, sondern konvergiert Material und Medium unter die Kategorie Intermaterialität, die er auch gerne als „neues Modell in der Forschung“ einführen möchte (S. 19). Ihn interessiert, wie im Expressionismus „Künste und Materialien spielerisch oder provokativ in Verbindung“ gebracht wurden (S. 17). Anhand von Analysen der Schriften und ausgeführten Werke sucht Kleinschmidt die theoretischen Fundierungen und praktischen Umsetzungen des intermaterialen Expressionismus auf. mehr ... |
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Lars Blunck, Gastprofessor für Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin, legt mit diesem in vielerlei Hinsicht interessanten Sammelband ein wichtiges Kompendium zum derzeit so virulent geführten Diskurs über die „Wahrhaftigkeit“ der Fotografie vor. Ausgehend von einer kritischen Beurteilung von Roland Barthes Diktum, dass Fotografie notwendigerweise immer auf eine reale Sache verweise (Die Helle Kammer. Bemerkung zur Photographie, Paris 1980), setzt sich Blunck mit der Frage auseinander, ob ein Index (= Hinweisungszeichen) auch ein ikonisches Zeichen (= steht für etwas) sein könne. mehr ... |













