Trude Fleischmann (1895–1990 ), Oskar Kokoschka und Olda Palkovska, Detail, London 1939 © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum. Ulla von Brandenburg, Innen ist nicht Außen, Installationsansicht Wiener Secession 2013, Foto: Alexandra Matzner. Henri Matisse, Das offene Fenster, 1905, Musée de Peinture et Sculpture, Grenoble, Legs de Agutte-Sembat en 1923 Photographie © Musée de Grenoble © Succession H. Matisse/VBK, Wien 2013. Ausstellungsansicht "Emil Nolde. Die Pracht der Farben" im Frieder Burda Museum, Baden-Baden, 2013. Michael Neder, Heimkehr der Herde, Detail, 1844, Öl auf Holz, 41,5 x 52 cm © Belvedere, Wien. Jürgen Messensee, ...als Katamaran, Detail, 2007, Acryl auf Leinwand, 182 x 250 cm, Privatbesitz © Lena Deinhardstein Kurt Kocherscheidt, Russische Hütte, 1985, Öl auf Leinwand, 180 x 320 cm © Sammlung Essl Privatstiftung, Foto: Mischa Nawrata, Vienna. Kurt Ingerl, Struktur, Detail, 1978, Foto: Alexandra Matzner. Bruno Gironcoli, Mutter Vater, 1969-82, Eisen, Aluminium, Holz (hautfarbenes Objekt: Pressspan, Metallgerüst, Fundstücke, mit hautfarbenem Kit überzogen), 800 x 300 cm © Sammlung Liaunig, Foto: Alexandra Matzner. Elfie Semotan in der Kunsthalle Krems, 2013, Foto: Alexandra Matzner. Lois Weinberger, Kein Unkraut mehr, 2004, Holz bemalt, 21 x 137 x 5 cm, Foto: Alexandra Matzner. Kiki Kogelnik, It Hurts with a Scissor, Detail, 1974-76, Öl und Aryl auf Leinwand © Kiki Kogelnik Foundation Vienna/New York, Foto: Alexandra Matzner. Albert Oehlen. Malerei, Der Zoo von Brooklyn, Detail, 1995, Öl auf Leinwand, 280,4 x 240,4 cm, Installationsaufnahme: Alexandra Matzner. MAK-Ausstellungsansicht, 2013, Ausstellungsreihe SICHTWECHSEL #4, VERENA DENGLER, Anna O. lernt denglisch in den Energieferien, MAK-Galerie © MAK/Katrin Wißkirchen. Niederösterreichische Landesausstellung 2013: Brot & Wein in Asparn an der Zaya und Poysdorf. Gottfried Helnwein vor seinem Bild The Murmur oft he Innocents, #25, Detail, Öl und Acryl auf Leinwand (Privatsammlung) , Installationsfotografie: Alexandra Matzner. Meret Oppenheim, Porträt mit Tätowierung, 1980, Sammlung Bürgi, Foto: Heinz Günter Mebusch, Düsseldorf © VBK, Wien, 2012/13 / VG Bild-Kunst, Bonn, 2012/13 - zu sehen in: Meret Oppenheim – Bank Austria Kunstforum (21.03.2013 – 14.07.2013) Richard Teschner (1879–1948) © Österreichisches Theatermuseum
NEWS
  • 15.8.2013 Kasper König als Chef-Kurator der Manifesta 10 in St. Petersburg 2014 bestimmt
    (28.6.-31.8.2013)
  • 4.7.2013 Wien, Secession, 18:00 Künstlergespräch in Englisch „ROBERT IRWIN"
    19:00 Ausstellungseröffnung „ROBERT IRWIN Double Blind / THOMAS LOCHER Homo Oeconomicus / ROSSELLA BISCOTTI The Side Room"
    (5.7.-1.9.2013)
  • 13.5.2013 Wien, WAGNER:WERK Museum Postsparkasse, 19:00 Ausstellungseröffnung „THEOPHIL HANSEN 1813 – 2013. Ein Stararchitekt und seine Wohnbauten an der Wiener Ringstraße"
    (14.5.-17.8.2013)
  • 16.4.2013 Klosterneuburg, Schömer Haus, 19:30 Ausstellungseröffnung „Der Himmel im Garten. Natur-Landschaften"
    (17.4.2013-Frühjahr 2014)
  • 10.4.2013 Wien, Hermesvilla, 19:00 Ausstellungseröffnung „Sattlers Kosmorama. Eine Weltreise von Bild zu Bild"
    (11.4.-3.11.2013)
  • 6.4.2013 Mistelbach, nitsch museum im Museumszentrum Mistelbach, 18:30 Ausstellungseröffnung „Hermann Nitsch. Sinne und Sein. Retrospektive"
    (7.4.-31.7.2014)
  • 12.3.2013: Wien, MAK, 19:00 Eröffnung „LOOS. Zeitgenössisch" Eine Kooperation von Columbia University, New York und MAK Wien
    (13.3.2013-23.6.2013)

Ausstellungsansicht

Kokoschka - Das Ich im Brennpunkt

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Oskar Kokoschka-Zentrum der Universität für angewandte Kunst Wien

Wien
Leopold Museum

04.10.2013 – 27.01.2014



Zirka 230 Fotografien, 30 Gemälde und 50 Arbeiten auf Papier von und mit Oskar Kokoschka (1886–1980), so die Bilanz der Herbstausstellung des Leopold Museums, Wien. Das Kuratorenteam Tobias G. Natter, Franz Smola, Patrick Werkner und Bernadette Reinhold wählten aus den ca. 5.000 erhaltenen Aufnahmen, die Dr. Olda Kokoschka (1915–2004) der Universität für angewandte Kunst in Wien hinterlassen hat, knapp 230 zum Werdegang und zur medialen Wirkung des berühmten Künstlers aus und ergänzten sie durch wichtige Leihgaben aus aller Welt. Der Titel „Kokoschka – Das Ich im Brennpunkt“ fokussiert auf die repräsentative Funktion der Medien: Im Zentrum steht Kokoschka, Fotografien und Kunst gewähren einen Einblick in dessen Leben von seinen Postkartenentwürfen für die Wiener Werkstätte über die berühmten Städteansichten bis zum späten Gemälde „Amor und Psyche“ und der Lithografiefolge „Jerusalem Faces“ (1973).
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Ulla von Brandenburg, Innen ist nicht Außen, Installationsansicht Wiener Secession 2013, Foto: Alexandra Matzner.

Ulla von Brandenburg „Innen ist nicht Außen“

Wien
Secession
bis 10.11.2013

Hannover
Kunstverein Hannover
"Drinnen ist nicht Draußen"
2014



Ulla von Brandenburg, Susi Jirkuff und Hannes Böck bestreiten den fünften Zyklus der 2013er Ausstellungen der Wiener Secession. Vor allem auf Ulla von Brandenburgs Installation und Filmarbeit im Hauptausstellungsraum darf man gespannt sein. Die 1974 in Karlsruhe geborene Künstlerin, die in Paris und Hamburg lebt, stellt ihren neuen Schwarz-Weiß Film „Die Straße“ vor. Bevor sich die Besucher_innen in den Film setzen können, müssen sie allerdings eine riesige Bühne erklimmen!
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André Derain, Porträt des Henri Matisse, 1905, Tate Purchased 1958 - zu sehen in: Matisse und die Fauves- Albertina (20.09.2013 – 12.01.2014) - zu sehen in: Matisse und die Fauves- Albertina (20.09.2013 – 12.01.2014)

Matisse und die Fauves

Wien
Albertina
20.9.2013-12.1.2014



Die Herbstausstellung der Albertina präsentiert die „Fauves“ (franz. für Wilde/Bestien/wilde Tiere), eine Gruppe von französischen Künstlern rund um Henri Matisse, die zwischen 1905 und 1907 in wechselnder Beteiligung miteinander ausstellten. Rund 160 Werke von 50 internationalen Leihgebern konnten die Kuratoren Heinz Widauer (Albertina) und Claudine Grammont (Paris) für die Ausstellung zusammentragen.


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EMIL NOLDE

DIE PRACHT DER FARBEN

Baden-Baden
Museum Frieder Burda
bis 13.10.2013

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Biografie
Emil Nolde. In Glut und Farbe
(Belvedere)



Emil Nolde (1867–1956) gilt heute als einer der wichtigsten Expressionisten des frühen 20. Jahrhunderts – nicht nur in Deutschland. Seine Bildmotive sind zwar in der traditionellen Malerei verankert, so finden sich neben zahlreichen Porträts Meeresansichten und Küstenlandschaften, Garten- und Blumenbilder, Szenen aus dem Großstadtleben in Berlin und zahlreiche religiöse Darstellungen, sein freier Umgang mit Farbe ist jedoch legendär. Die Leihgaben für die Nolde-Schau in Baden-Baden stammen aus dem reichen Bestand der „Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde“, die sich im Wohn- und Atelierhaus der Noldes (errichtet zwischen 1926 und 1932) mit liebevoll gepflegter Gartenanlage befindet und dort auch besichtigt werden kann. Die Ausstellung in Baden-Baden führt vor allem farbenprächtige Blumen-, Garten- und einige Figurenbilder zusammen. Das Gebäude von Richard Meyer mit seinen vielen Fenstern und Durchsichten in den umliegenden Garten ermöglichte ein Zusammenspiel von Natur- und Kunstgenuss.
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Michael Neder, Alte Frau mit weißer Bluse, 1830, Öl auf Leinwand auf Karton, 18,3 x 14,2 cm © Privatbesitz, Foto: © Belvedere, Wien.

Meisterwerke im Fokus: Michael Neder

Ohne Kompromisse

Oberes Belvedere
bis 19.1.2014



Das Belvedere würdigt den Wiener Biedermeiermaler Michael Neder (1807–1882) mit einer ersten Museumsausstellung! Galt der Künstler bislang als „Schustermaler“, als Autodidakt und als armer Künstler, so kann Kuratorin Sabine Grabner im Katalog (Hirmer) mit diesen Vorurteilen aufräumen. Auch einen Vornamen hat Neder nun weniger: Bei Thieme/Becker als „Johann Michael Neder“ geführt, zeigte sich während der Recherche, dass der erste Vorname in keinem Dokument nachweisbar ist. Bekannt wurde Neder, der einer Schusterdynastie entstammte, für seine „nüchternen“ Beschreibungen des Wiener Volkslebens, Wiener Typen inklusive. Man trifft sie auf Volksfesten, in Kaffeehäusern und Gaststätten, seltener in vornehmen Salons. Einzeln porträtiert, wirken Schlachter und Kutscher wie Mittler zwischen barocken Kaufrufen von Christian Brand (ab 1775) und Augusts Sanders (1876–1964) Fotoprojekt „Menschen des 20. Jahrhunderts“ (1925–1964).
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Jürgen Messensee, Zeitpfeil, 2011, Jet, Acryl, 2 Leinwände, 200 x 243 cm, Privatsammlung © Lena Deinhardstein, Foto: Alexandra Matzner.

Jürgen Messensee

Wien
Bank Austria Kunstforum
4.9. bis 6.10.2013



Knapp einen Monat lang zeigt Kurator Florian Steininger im Bank Austria Kunstforum eine Soloschau zu Jürgen Messensee. Der 1936 in Wien geborene Maler und Zeichner, der zwischen 1955 und 1960 an der Wiener Akademie studierte, zählt seit den 80er Jahren zu den führenden Protagonisten der expressiv-abstrahierend arbeitenden Künstlergeneration.
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Kurt Kocherscheidt, Waldstudie II, 1985, Öl auf Leinwand, 180 x 120 cm © Sammlung Essl Privatstiftung, Fotonachweis: Mischa Nawrata, Wien.

Kurt Kocherscheidt

Klosterneuburg
Sammlung Essl
3.9.-17.11.2013



Etwas mehr als zehn Jahre nach dem Tod des österreichischen Malers Kurt Kocherscheidt (1943–1992) widmet ihm das Essl Museum die erste posthume Retrospektive in Österreich. Kurt Kappa Kocherscheidt gilt als ein Einzelgänger, ein „Unzeitgemäßer“ (Peter Noever), ließ sich nie einordnen in die Schulen oder Gruppen seiner Zeit. Die Werkschau bringt Arbeiten aus den großen Sammlungen Kocherscheidts zusammen, um das Werk aus der zeitlichen Distanz neu zu bewerten. Das Morat-Instituts in Freiburg/Breisgau, die Sammlungen des Ehepaars Essl und von Botho von Portatius, Berlin sowie der Nachlass stellen das Werk des Wieners erneut zur Diskussion.
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Fritz Steinkenner, VALIE EXPORT (Hintergrund), Ausstellungsansicht „Die 70er Jahre“ im MUSA 2013, Foto: Alexandra Matzner.

Die 70er Jahre

Expansion der Wiener Kunst

Wien
MUSA
bis 4.1.2014



Das MUSA präsentiert im Zweijahres-Rhythmus eine Auswahl aus einem Jahrzehnt Wiener Kunstschaffens. Im Herbst/Winter 2013/2014 werden die 70er Jahre unter dem Titel „Expansion der Wiener Kunst“ aufgefächert. Bereits ein schneller Rundgang zeigt, wie viel die heutige Kunstszene diesem Jahrzehnt verdankt, und wie viele Künstler_innen von den großen Ausstellungshäusern sträflich vernachlässigt werden.
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Gironcoli und Bacon, in: Gironcoli: Context, Belvedere, Orangerie 2013, Installationsfoto: Alexandra Matzner.

Gironcoli: Context

ANDRE | BACON | BARNEY | BEUYS | BOURGEOIS | BRUS | KLAUKE | NAUMAN | SCHWARZKOGLER | WEST

Belvedere
Orangerie
bis 27.10.2013



Bis heute wirkt das Werk von Bruno Gironcoli (1936–2010) auf den ersten Blick singulär und rätselhaft. Die österreichische Tradition der Nachkriegszeit, geprägt von Fritz Wotruba (1907–1975), findet in den seit den 70er Jahren entstandenen Installationen oder Environments von Gironcoli keine Nachfolge. Der ausgebildete Goldschmied und Autodidakt positionierte seine Objekte ohne Podeste im Raum, arbeitete mit Verfremdungen, abstrus-absurden Zusammenstellungen wiedererkennbarer Einzelstücke und metallenen Farben auf Polyester. Thema ist immer der Mensch, auch wenn oft die Körper abwesend sind. Doch welche Bezüge lassen sich zu zeitgleich wenn auch höchst unterschiedlich arbeitenden internationalen Kollegen wie Joseph Beuys, Carl Andre, Jürgen Klauke oder Louis Bourgeois herstellen?
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Elfie Semotan, French Girl in New York, New York, 1998, Ausstellungsansicht in der Kunsthalle Krems, 2013, Foto: Alexandra Matzner.

Elfie Semotan

Krems
Kunsthalle Krems
bis 6.10.2013



Der international renommierten Modefotografin Elfie Semotan (* 1941) wird in Krems die erste Österreich-Retrospektive ihrer Karriere gewidmet: Neben Modefotografien, die die außergewöhnliche Stellung der Fotografin belegen, finden sich Landschaftsbilder, Künstlerporträts aber auch jüngere, konzeptuelle Arbeiten. Insgesamt werden ca. 170 Fotografien gezeigt, viele davon in Serien gehängt. Die gesamte Ausstellung lässt das Werk Semotans als Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Vorbildern und subversives Vorgehen in der Modeszene erkennen.
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Lois Weinberger, Wegwarte, 1996, Sammlung Hans Kirchmair, Tirol, Foto: Alexandra Matzner.

Lois Weinberger

Innsbruck
Tiroler Landesmuseum Ferdiandeum
bis 27.10.2013



Das Ferdinandeum in Innsbruck widmet dem österreichischen Konzeptkünstler Lois Weinberger (* 1947) eine kompakte Überblicksschau im 1. Stock. Bevor man sich den Kunstwerken der hauseigenen Sammlung nähert, trifft man im Stiegenhaus bereits auf Schwämme, die sich scheinbar im Gebälk eingenistet haben bzw. Projekte, mit Hilfe derer sich der Kulturraum in einen Naturraum zurückverwandeln lässt. Weinberger ist seit den 1970er Jahren für sein projektorientiertes Arbeiten u.a. mit pflanzlichen Materialien bekannt. Seine Kunstprojekte sind zwischen ruralem und urbanem Raum angesiedelt, analysieren auf eine poetische Art die Umwelt und eröffnen Freiräume für die bedrängte Natur.
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Kiki Kogelnik, Outer Space, 1964, Öl und Acryl auf Leinwand, 182 x 137 cm © Kiki Kogelnik Foundation Vienna/New York, Foto: Alexandra Matzner.

Kiki Kogelnik

Retrospektive

Krems
Kunsthalle
bis 6.10.2013



Kiki Kogelnik in der Kunsthalle Krems ist eine schrill-bunte Sommerausstellung mit weiblichem Tiefgang. Die mit ca. 130 Werken bisher größte in Österreich gezeigte Retrospektive führt den Werdegang der Künstlerin von ihren ersten geometrischen, dann gestisch-abstrakten Werken zur berühmten „Space Art“ – Kogelniks Begriff für ihre individuelle Ausprägung der Pop Art – bis hin zum bisher wenig beachteten Spätwerk vor. Dem chronologischen Rundgang ist ein erster Raum mit den wichtigen Hangings und Selbstbildnissen vorangestellt. Dem Spätwerk wird erstaunlich viel Raum gegeben, während die berühmten Glasköpfe fehlen.
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Albert Oehlen, Ohne Titel, 2008, Öl und Papier auf Leinwand, 200 x 170 cm, Sammlung Markus Oehlen, Installationsaufnahme: Alexandra Matzner.

Albert Oehlen

Malerei

Wien
mumok
bis 20.10.2013



Das mumok zeigt einen repräsentativen Querschnitt durch das malerische Werk Albert Oehlens (* 1954). In den frühen 80er Jahren mit wilder, gestischer und vor allem figurativer Malerei als „Junger Wilder“ bekannt geworden, arbeitet sich der heute in der Schweiz und Spanien lebende Künstler an den vermeintlichen Grenzen des Mediums ab. Den illusionistischen Raum der klassischen Malerei erweiterte er durch Spiegel, seine abstrakt-gestische Malerei nannte er „postungegenständlich“, für „bionische“ Bilder nutzte er ab 1990 ein Grafikprogramm, erarbeitete sich ab 1997 die bunte Farbe über „graue Bilder“ neu, collagiert banalste Werbesujets (oft wenig bekleidete, junge Frauen) mit seiner Malerei und verwandelt sie in Hochkunst, jüngst arbeitet er verstärkt mit dem weißen Bildgrund. Als Oehlen begann, sich mit Malerei zu beschäftigen, wurde ihr Tod vorausgesagt. Seither stellt er sie auf den Prüfstand, nutzt die sprichwörtliche Freiheit der Kunst, um zwischen subjektivem Ausdruck und Werbungsästhetik schroff hin- und herzupendeln.
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MAK-Ausstellungsansicht, 2013, Ausstellungsreihe SICHTWECHSEL #4, VERENA DENGLER, Anna O. lernt denglisch in den Energieferien, MAK-Galerie © MAK/Katrin Wißkirchen.

SICHTWECHSEL #4: VERENA DENGLER

Anna O. lernt denglisch in den Energieferien

Wien
MAK-Galerie
bis 6.10.2013



Verena Dengler beschäftigt sich in der MAK-Galerie mit Anna O., jener Patientin, mit der laut Sigmund Freud die Psychoanalyse begann. Hinter dem berühmten Pseudonym steckt Bertha Pappenheim (1859-1936), eine Wiener Jüdin, 1904 Begründerin und erste Präsidentin des Jüdischen Frauenbundes (JFB), passionierte Sammlerin von filigranen Spitzen. 1935 schenkte sie bei einem Wien-Besuch dem MAK ihre über Jahrzehnte in ganz Europa zusammengetragene Sammlung an Häckel-, Klöppel- und Nadel-Spitze. Verena Dengler stellt dieser privaten Sammelleidenschaft ihre höchst eigene Mode- und Textilsammlung gegenüber: Spitze mit Darstellungen der Menora oder dem doppelköpfigen Reichsadler trifft auf eine in China produzierte, vulgo gefakte Coco Chanel-Tasche und jüngst aufgesticktem Pappenheim-Porträt, T-Shirts mit Logo und Aufdrucken auf Plakate, Laura Ashley Polster auf eine Art-and-Craft-Tapete mit psychedelischem Muster, Porzellanfiguren aus Asien auf Spielzeughelikopter und Banküberfall.
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Das jungsteinzeitliche Langhaus im Freibereich des Urgeschichtemuseums (c) Floridofilm e. U.

Gudrun Mayer

Niederösterreichische Landesausstellung 2013

Brot & Wein

Asparn an der Zaya
Poysdorf
bis 3.11.2013



Die Niederösterreichische Landesausstellung 2013 „Brot & Wein“ beschäftigt sich in umfassender Weise mit einer Kulturgeschichte dieser beiden Grundnahrungsmittel. Der sakramentale Gesichtspunkt, der im Titel deutlich mitschwingt, tritt an verschiedenen Orten und Räumen der Ausstellung auf, ist aber keineswegs ein tragender. Vielmehr werden in vielfältiger Weise die Herstellung von Brot und Wein, vor allem in ihrer Bedeutung für die Wirtschaft, das tägliche Leben und die unterschiedlichsten kulturellen Anwendungsformen anschaulich nachgezeichnet. Dabei bilden nicht nur Kunstwerke eine tragende Säule in der Visualisierung, sondern interaktive Medien, Spiele und Verkostungen von „Urzeit-Knäcke“ werden ebenso gezielt wie besucher_innenfreundlich eingesetzt.
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Gottfried Helnwein, The Murmur oft he Innocents, #25, Detail, Öl und Acryl auf Leinwand (Privatsammlung) , Installationsfotografie: Alexandra Matzner.

Gottfried Helnwein

Wien
Albertina

bis 13.10.2013



Dass Gottfried Helnwein für schockierende Bilder steht, in denen er Gewalt gegen Kinder, das NS-Regime und den Umgang mit NS-Verbrechern anklagt, ist hinlänglich bekannt. Helnwein hat sich seit seinem Studium an der Wiener Akademie Anfang der 70er Jahre der Darstellung von Schmerz, Gewalt, Zerstörung aber auch kindlicher Schönheit verschrieben. Gerade in dieser Kombination entwickeln seine Bildfindungen eine verstörende Anziehungskraft. Den 65. Geburtstag zum Anlass nehmend, widmet die Albertina dem Performance-Künstler und Maler eine Retrospektive, die im wahrsten Sinne unter die Haut geht. Wer einmal die überlebensgroßen, fotorealistischen Gemälde des in Österreich geborenen, dann nach Deutschland und in die USA emigrierten, heute in Irland lebenden Künstlers gesehen hat, kann ihre Wirkmacht am eigenen Leib verspüren.
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Meret Oppenheim, Installationsfoto „Meret Oppenheim. Retrospektive“ mit Poster Pelztasse (nach Foto von Man Ray), 1971; Souvenir du „Déjeuner en fourrure“/Andenken an das „Pelzfrühstück“, 1970; Foto: Alexandra Matzner.

Meret Oppenheim

Retrospektive

Wien
Bank Austria Kunstforum
bis 14.7.2013

Berlin
Martin-Gropius-Bau
16.8.-1.12.2013



Getreu ihrem Motto – „Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie nehmen“ – bewegte sich Meret Oppenheim (1913-1985) fernab stilistischer Zuordnungen. Ihr höchst vielschichtiges Werk, das von Malerei über Skulptur, (Schmuck)Design bis hin zu Gedichten reicht, wird oft mit dem Surrealismus in Verbindung gebracht, geht jedoch weit darüber hinaus. Die Ausstellung im Bank Austria Kunstforum, die in der Folge im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen sein wird, dokumentiert ganz deutlich: Die Künstlerin stand als Frau wie als Kreative außerhalb jeglicher Kategorie. Die Freiheit, die sie für sich als Person in den 30er-Jahren durchsetzte, forderte sie auch für ihre Kunst. Ihrer schwierigen Rolle als Künstlerin und Muse im Zirkel der Surrealisten entzog sie sich durch ein Studium der Malerei und der Restaurierung. Was auf die berühmte „Pelztasse“ folgte, fasst die für Wien und Berlin von Heike Eipeldauer kuratierte Schau imposant zusammen!
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Richard Teschner (1879 – 1948), Zipizip, Stabfigur um 1916 © Österreichisches Theatermuseum - zu sehen in: „Mit diesen meinen zwei Händen“ Die Bühnen des Richard Teschner - Österreichisches Theatermuseum (25.04.2013 – 10.02.2014)

„mit diesen meinen zwei Händen…“

Die Bühnen des Richard Teschner

Wien
Österreichisches Theatermuseum
25.4.2013-10.2.2014



Im Gespräch mit Ivan Ristić, Kurator der Ausstellung „Die Bühnen des Richard Teschner“ (gemeinsam mit Kurt Ifkovits), wird bald deutlich, dass Teschner nicht nur auf den von ihm entwickelten Figurenspiegel reduzierbar ist. Stattdessen fächert die Ausstellung ein wunderbar vielschichtiges Werk fernab der üblichen Gattungsgrenzen auf. Der Gesamtkunstwerksgedanke – ganz im Geist der Wiener Kunstschau 1908 – schwebt über allem, denn Teschner beschäftigte sich mit Malerei und Zeichnung, Kunsthandwerk und Figurenspiel, war Synästhethiker und stilistisch und ideologisch der Moderne verpflichtet. Das Kuratoren-Duo kontextualisiert den Deutschböhmen Teschner in der Prager Décadence, spricht über dessen erste Erfolge als Kunsthandwerker und führt in die Teschner-Bühne ein. Zwischen Jugendstil-Ästhetik, Stummfilm und Zauberwelt stilisierte sich Teschner selbst zum „Magier von Gersthof“.


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